Dieses Kapitel ist stark mit EL - Bevölkerung/Soziales verknüpft.
Megastädte
- trotz ihrer demographischen Vormachtsstellung (demogr. Primacy) spielen diese Städte keine große Rolle im globalen Städtesystem (im Gegensatz zu Global Cities, die trotz viel weniger Einwohnern von internationaler Bedeutung sind)
- in Entwicklungsländern haben diese Städte jedoch eine funktionale Vormachststellung
- dort siedeln sich die national bedeutensten Unternehmen an, wodurch spezielle Berufsgruppen nur dort enstehen können
- die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raums oder anderer Städte wird dadurch behindert, was eine Migrationswelle in die Primate Cities zur Folge hat
Soziale Polarisierung (extremer Unterschied zwischen Arm und Reich)
- tritt durch Segregation von Bevölkerungsschichten innerhalb der Megastädte der Entwicklungsländer auf
- krasser Kontrast zwischen den gepflegten Wohnvierteln der Ober- und Mittelschicht und den Marginalvierteln der Unterschicht
- aufgrund fehlender materieller und finanzieller Mittel siedeln sich die Zuwanderer in diesen Vierteln an
Marginalviertel (Notviertel in Großstädten wegen hohem Bevölkerungsdruck)
- schlechte technische Infrastruktur
- mangelhafte Bausubstanz (Lehm, Blech, Holzhütten)
- hohe Arbeitslosigkeit (bzw. fast ausschließlich informeller Sektor)
- höchste Bevölkerungsdichte
- z.B. Slums in Mumbai – 250.000 Einwohner / km²
- Vgl. München ~4.000 Einwohner / km²
- verschiedene Bezeichnungen:
- Slums - ehemalige Viertel der Ober- und Mittelschicht
- Squattersiedlungen – Hüttensiedlungen, die ohne Erlaubnis der Behörden entstehen