Das "Jahrtausend der Städte"
- rasantes Städtewachstum weltweit, vor allem in Entwicklungsländern
- man geht davon aus, dass bis 2030 61% der Weltbevölkerung in Städten leben werden
- bedingt durch die schnell wachsenden Erdbevölkerung
- 1900: 1,6 Milliarden
- 1950: 2,5 Milliarden
- 2000: 6,1 Milliarden
- von 1950 bis heute wuchs die städtische Bevölkerung in Industrieländern um das 2,4-fache und in Entwicklungsländern um das 7,5-fache
- der Wachstum der Städte in der Dritten Welt ergibt sich aus:
- Landflucht, bedingt durch die Push- und Pull-Faktoren ( siehe Bevölkerung / Soziales )
- Meistens ist die dynamische Bevölkerung davon betroffen, was eine Überalterung in den Abwanderungsregionen (Peripherie) zur Folge hat
- die zugewanderte junge ländliche Bevölkerung hat den gesellschaftlichen Umstrukturierungsprozess der Stadtbevölkerung nochnicht vollzogen -> leben mit traditionelle Werten und Normen, was zu einer hohen Anzahl an Kindern führt
- erst später, wenn die Generation sozusagen "modernisiert" ist und bessere Bildungs- und Berufschancen hat, geht die Anzahl der Kinder zurück und der Bevölkerungswachstum wird verlangsamt
- das Problem in Entwicklungsländern ist, dass sich der Wachstum meistens nur auf eine oder zwei Städte beschränkt und es somit zu einer starken Polarisierung kommt
Die City
- zentralster Ort der Stadt
- gut mit öffentlichem Nahverkehr zu erreichen
- bietet nicht nur Waren und Dienstleistungen für die städtische Bevölkerung, sondern auch für das Umland
- hat einen Bedeutungsüberschuss / überörtliche Versorgungsfunktion
- z.B. Banken, Fachärzte, spezialisierter Einzelhandel, Museen etc.
- hohe Arbeitsplatzdiche (folglich auch große Pendlerströme)
- kaum noch bewohnt wegen geringem Flächenangebot und den daraus resultierenden hohen Boden- und Mietspreisen
- Geschäfte erzielen wegen hoher Passantenfrequenz einen höheren Gewinn
- es kommt zu einer Funktionsentmischung
"Schlafstädte"
- Großsiedlungen die während der Industrialisierung erbaut wurden, um den massiven Wohnungsbedarf möglichst effizient und kostengünstig zu decken
- es wurde nur Wert auf die Funktion "wohnen" gelegt
- die monotone Bauweise und das Fehlen von infrastrukturellen Versorgungseinrichtungen sorgte für eine mangelnde Identifikation vieler Bewohner und führte zu einer Abwanderung bzw. Segregation
- um das Problem einzudämmen wurden ab 1990 viele Gebäude komplett abgerissen oder die Anzahl der Stockwerke reduziert